Wie funktioniert die Spinit? Lunch & Learn Infoveranstaltung für Mitarbeiter bei Mayer & Cie. gut besucht

„Sie erhalten ein Mittagessen und wir Ihre Aufmerksamkeit“. So lautet das Konzept von Lunch & Learn, einer regelmäßigen Informationsveranstaltung für Mitarbeiter bei Mayer & Cie. (MCT). Themen, die für die Kollegen interessant sind, werden von den jeweils Verantwortlichen präsentiert. Jüngstes Thema: Die Technologie spinitsystems und die Maschine Spinit 3.0 E, vorgestellt von Michael A. Tuschak, bei Mayer & Cie. verantwortlich für Marketing und Vertrieb spinitsystems. Er erklärte den zahlreich erschienenen Kollegen, wie zwei bisher klar getrennte Prozesse, das Spinnen und das Stricken, in einer Maschine zusammengeführt werden.

Weil der grundlegende Unterschied in der Rohware liegt, die die Maschine verarbeitet, hatte der Spinit-Verantwortliche genau diese beim Vortrag auch dabei. Im Gegensatz zu Garnen, die eine Strickmaschine verwertet, verwendet die Spinit eine Faser, ein Vorgarn, die sogenannte Flyerlunte. Die Zuhörer bei Lunch & Learn stellten beim Anfassen dieser Flyerlunte schnell fest, dass schon ein bisschen reiben oder ziehen dafür sorgt, dass die Lunte reißt. Wie wird ein solches Material verarbeitet?

Das erklärte Michael A. Tuschak, indem er den Weg der Faser durch das Streckwerk zeigte, Vorverzug und Hauptverzug erläuterte und auf die Tatsache hinwies, dass das entstandene – feine – Faserbündel, das die Maschine dann verstrickt, keine Drehung aufweist. Eine weitere Ausnahme, die laut Referent Tuschak nur funktioniert, weil sich ein für alle Mayer-Mitarbeiter alter Bekannter, nämlich eine Relanit-Maschine, um das Stricken kümmert. Nur deshalb kann dieses dünne Faserbündel überhaupt verarbeitet werden. Denn die Relativtechnologie zeichnet sich durch eine besonders schonende Garnverarbeitung aus. Weil sich Nadel und Platine relativ gesehen aufeinander zu bewegen, ist der Maschenbildungsprozess sehr viel schonender als der einer herkömmlichen Strickmaschine. So kann auch der Faserverbund – aus Fasern ohne Drehung – verarbeitet werden.

Seinen Vortrag schloss Michael A. Tuschak mit einem Überblick über die bisherige Entwicklung der Spinit. Seit der ITMA 2015 befindet sich die Maschine im Stadium der Vorserie. Einige Maschinen wurden bereits verkauft und an Pilotkunden ausgeliefert. Sie arbeiten in Indien und in Amerika unter realen industriellen Bedingungen. „Sobald wir mit den Ergebnissen dieser Feldtests zufrieden sind, gehen wir in den sogenannten Design-Freeze und damit in die Serienproduktion“, so Tuschak. „Wir sind bereit, unsere Produktionsstraße für die Spinit steht.“ Damit sie sich selbst davon überzeugen konnten, lud der Spinit-Verantwortliche interessierte Kollegen nachmittags zur Besichtigung ein.


Zweite Veranstaltung: 14.03.17

 

 

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