Nachhaltige Produkte für nachhaltigen Erfolg: Spinnstricktechnologie bei IHK Expertenforum vorgestellt

Innovative, zukunftsweisende Ideen für verbesserte Effizienz als wichtiges Differenzierungsmerkmal im international hart umkämpften Markt der Textilindustrie: Das war das zentrale Thema, das die Zuhörer in den Räumen der IHK in Albstadt Ende November aus verschiedenen Perspektiven präsentiert bekamen.

Das Cluster Technische Textilien der IHK Reutlingen/Tübingen/Zollernalb hatte nachmittags zum „Expertenforum Textil: Energieeffizienz und neue Technologien“ geladen. Der Einladung gefolgt waren Vertreter der gesamten textilen Wertschöpfungskette aus der Region, die eine lange, bewegte Tradition in der Textilindustrie besitzt.

Vorgestellt im Einzelnen wurden ein Prozess, eine Stricknadel und eine Maschine. Gemein ist allen dreien, dass ihr Einsatz hilft, Energie zu sparen und die Effizienz des jeweiligen Prozesses zu erhöhen. Klaus Weireter vom Ingenieurbüro Weucon erläuterte, wie er es anpackt, wenn es gilt, den Einsatz von Energie in Textilunternehmen zu optimieren und damit zu senken. Warum und wie eine Stricknadel einen (signifikanten) Beitrag zum verminderten CO2-Ausstoß einer Maschine leisten und gleichzeitig deren Laufeigenschaften verbessern kann, erklärte Groz-Beckert-Entwicklungsleiter Roland Simmendinger. Michael A. Tuschak, beim Rundstrickmaschinenhersteller Mayer & Cie. für Marketing und Vertrieb spinitsystems® zuständig, stelle die Spinnstricktechnologie aus seinem Hause vor. Im Vergleich zum herkömmlichen Prozess benötigt diese Technologie rund ein Drittel weniger Energie, viel weniger Platz und erzeugt weniger Abfall und CO2.

Warum Nachhaltigkeit überhaupt so wichtig ist und aus betriebswirtschaftlicher Sicht keine leere Versprechung sein kann, brachte Klaus Weireter in seiner These zum Ausdruck: „Sie können nur dann langfristig am Markt bestehen, wenn Ihre Prozesse und die Produkte, die sie liefern, effizient sind. Wenn es um Energie geht, bedeutet effizient auch nachhaltig. Sie können es sich also gar nicht mehr leisten, nicht nachhaltig zu sein.“

Dass Nachhaltigkeit im gesamten Markt deutlich an Bedeutung gewonnen hat, war ein Eindruck, den auch die anwesenden diesjährigen ITMA-Besucher von der Textilmaschinenmesse mit nach Hause gebracht hatten. „Im Gegensatz zu vor etwa zehn Jahren fragen die Kunden wirklich die neuen, umweltfreundlicheren Technologien aktiv nach. Dabei ist es unerheblich, woher die Kunden kommen. Energie ist ein Kostenfaktor geworden, überall auf der Welt“, so Michael A. Tuschak.

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