Bilanz der ITMA Asia fällt durchwachsen aus

Laut Charles Beauduin, Präsident der CEMATEX, sind chinesische Kunden für mehr als die Hälfte aller in den vergangenen zehn Jahren weltweit installierten Textilmaschinen verantwortlich. Das ist nur ein Beleg für das Gewicht des chinesischen Textilmarktes, in dem der Messeorganisator alle zwei Jahre die ITMA Asia + CITME abhält. In ihrer diesjährigen Ausgabe, vom 21. bis 25. Oktober 2016, zog die Messe mehr als 1.600 Aussteller aus knapp 30 Ländern an, darunter auch Mayer & Cie. (MCT). Das deutsch-chinesische Messeteam präsentierte neben einem Infostand zur Spinit 3.0 E die OVJA 1.6 EE und die MSC 3.2 II. Damit zeigte MCT zwei unterschiedliche Kompetenzfelder auf, die beide für den chinesischen Markt wichtig sind und in Shanghai viel Beachtung fanden: Die OVJA 1.6 EE, eine Jacquard-Maschine mit Doppelelektronik im Zylinder- und im Rippschloss, bedient höchste Ansprüche an Qualität und Leistungsfähigkeit. Neben dem Einsatz in der kreativen Modeindustrie sowie bei gestrickten Schuhen ist sie für die Herstellung von Matratzenbezugsstoffen interessant. Dieser für MCT wichtige Nischenmarkt gewinnt in China zunehmend an Bedeutung.

Die MSC 3.2 II ist eine für den chinesischen Markt entwickelte und im Land montierte Maschine. Mit ihr zielt Mayer & Cie. erfolgreich auf das mittlere Marktsegment in China und den Nachbarstaaten ab. Sie strickt Single Jersey und Single-Jersey-Strukturen mit bis zu vier Nadelbahnen, auch plattiert, und produziert Stoffe bis zu einer Feinheit von E36. Die MSC 3.2 II ist auf hohe Produktivität ausgelegt und erreicht bei einem Durchmesser von 30 Zoll 35 Umdrehungen pro Minute. In Shanghai zeigte Mayer & Cie. diese Maschine zum ersten Mal im Industrie-Entdoubliergestell.

Trotz passgenauem Maschinenportfolio und sehr guter Nachfragesituation – China ist auch für Mayer & Cie. der größte Markt – erfüllten sich die Erwartungen an die Messe als solche nicht. Wolfgang Müller, Vertriebsleiter bei Mayer & Cie., fasst zusammen: „Es war klar, dass die Maschinenbauer im Jahr eins nach der ITMA Mailand nicht mit vielen neuen Innovationen würden aufwarten können. Das war wohl mit ein Grund dafür, dass die Zahl der internationalen Besucher noch deutlich unter unseren vorsichtigen Vorhersagen und damit unter dem Niveau von 2014 lag. Zudem empfanden wir die Bedingungen, die wir als Aussteller am neuen Austragungsort, dem NECC, vorfanden, als nicht angemessen.“

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