Von den Krisenjahren ins Elektronikzeitalter

Rückblick und Ausgangssituation: 

Mayer & Cie. startet sehr stark in die siebziger Jahre. Die Geschäfte laufen gut, der Jacquard-Boom ist in vollem Gange. Das Unternehmen hat enormen Rückenwind aus den 60iger Jahren, in denen die jährliche Produktion in großen Schritten wuchs. Zugpferd im Stall ist die OVJA 36, die als „Liebling aller Stricker“ legendär wird. Auch die 10.000ste Strickmaschine, die im November 1968 ausgeliefert wird, gehört dieser Erfolgstype an. 

Zu Beginn des neuen Jahrzehnts arbeiten rund 1.700 Menschen in der Firmengruppe, der Umsatz erreicht 1970 150 Millionen D-Mark. Zur Firmengruppe gehören neben dem Stammwerk in Tailfingen Mayer do Brasil und die Maschinenfabrik Spaichingen. Die jährliche Maschinenproduktion hat bereits 1969 1.280 Maschinen erreicht. 

In einem Interview aus dem Jahr 1970 nennt Emil Mayer die eindrucksvolle Zahl von rund 160 Maschinen, die jeden Monat das Werk verlassen. Dabei ist keineswegs die Nachfrage der limitierende Faktor, sondern man vermag schlicht nicht mehr zu produzieren. Emil Mayer wird mit der Aussage zitiert, der Verkauf von Rundstrickmaschinen sei ein Zuteilungsproblem. Die Kunden sind bereit, zwischen zwei und drei Jahre auf ihre MCT-Maschinen zu warten. Verkauft werden sie rund um den Erdball.

Ereignisse zu unseren Unternehmenswerten

Strickmaschinen aus Orangeburg

Im Jahr 1970 beginnt Mayer und Cie. mit dem Bau eines Fertigungsbetriebs nahe Orangeburg, South Carolina (USA), der etwa vier Mal so groß sein soll wie die Niederlassung in Brasilien.
Grund für diesen Schritt ist zum einen die amerikanische Vorliebe für im eigenen Land hergestellte Produkte – „buy American“ –  zum anderen die starke Nachfrage nach Rundstrickmaschinen in den USA. Die Maschinen, die zukünftig in Orangeburg gebaut werden sollen, sind sowohl zur Bedienung der Inlandsnachfrage als auch für den Export gedacht. Zum Jahreswechsel 1970/1971 läuft die Produktion mit rund 90 Mitarbeitern an. Die erste im neuen Werk gebaute Maschine ist das Mayer-Erfolgsmodell, eine OVJA 36.

Die Ölkrise und die Maschenmisere

Gegenüber der vergangenen Boom-Jahre bricht die Nachfrage in den Jahren 1973/74 um nahezu 80 Prozent ein. Schuld daran ist hauptsächlich die Ölkrise – Öl verteuert sich um 400 Prozent – sowie der Jom-­Kippur-Krieg und das Ende des Vietnamkriegs. 1973 ist vor allem die Inlandsnachfrage betroffen, 1974 folgt der wichtige US-amerikanische Markt dem Trend.
Besonders hart trifft es jene, die ausschließlich auf die hochfliegende Jersey-Konjunktur und Jacquard-Maschinen setzten, denn die Preise für die gefärbten, auf Erdölbasis hergestellten Polyester-Garne steigen ins Unermessliche. Der große Auftragsbestand platzt laut Rainer Mayer „wie eine Seifenblase“ und die Lieferzeiten, die vor zwei Jahren noch knapp drei Jahre betrugen, sind auf drei Monate geschrumpft.

Single Jersey als Retter

Mayer & Cie. hat trotz seiner Konzentration auf Jacquard-Maschinen eine breite Produktpalette. Sie erweist sich als überlebenswichtiger Vorteil, denn mit dem Jacquard-Rückgang gewinnen Single-Jersey-Stoffe erheblich an Bedeutung.
Außerdem übernimmt das Tailfinger Unternehmen 1974 das gesamte Fertigungsprogramm einer pleitegegangenen Strumpfautomatenfabrik in Denkendorf und verlegt sie 1975 nach Spaichingen. 

1977 ist Mayer & Cie. in der Lage, kurzfristig die durch den Terrot-Konkurs freigewordenen Anteile an der Schaffhauser Strickmaschinen AG (SSF) zu übernehmen. Damit ist die Mayer-Gruppe um ein Unternehmen reicher – und nun endgültig Branchengrößter in Deutschland.

Auch auf dem Weltmarkt hat sich das Familien­unternehmen mit einem geschätzten Anteil von 20 Prozent die Spitzenposition erarbeitet.
In Folge der äußerst erfolgreichen ITMA 1987 nimmt das Geschäft bei Mayer & Cie. zusätzlich Fahrt auf.
Ab Ende 1987 ganz wesentlich am Auftragseingang beteiligt ist die Relanit.
Allein innerhalb des ersten Jahres nach Markteinführung werden bereits 200 Exemplare ausgeliefert, 1990 macht sich Relanit Nummer 555 auf den Weg zum Kunden.

Rund 1.000 Mitarbeiter arbeiten Ende der achtziger Jahre bei Mayer & Cie. in Tailfingen, sie haben 1988 einen Umsatz von rund 160 Millionen DM erzielt. 2.000 Mitarbeiter zählt die gesamte Mayer-Gruppe weltweit, der Umsatz liegt bei rund 300 Millionen DM.

Die elektronische Einzelnadelauswahl

Bereits 1971 zeigt Mayer & Cie. auf seiner Hausmesse elektronische Steuerungssysteme, die im Erfolgsmodel OVJA 36 E zum Einsatz kommen. Die Maschine verfügt über einen elektromagnetischen Musterapparat, der entweder per Stecktafeleinheit (OVJA 36 E 1) oder per Plattenspeichereinheit (OVJA 36 E 2) gesteuert wird. Die vorgestellte Plattenspeichereinheit ist in der Lage, vier Maschinen zu steuern, die verschieden schnell laufen und unterschiedliche Muster stricken können. Damit hat bei Mayer & Cie. das Elektronikzeitalter in mehrfacher Hinsicht Einzug gehalten, denn auch bei der Maschinenfertigung und der Maschinensteuerung gewinnt das „E“ zunehmend an Bedeutung.

Auf der ITMA 1979 zeigt man die OVJA 64 EV, bereits Anfang der Siebziger wird die elektronische Nadelauswahl vorgestellt. 1983 gelingt Mayer & Cie. erneut ein wichtiger Wurf in Richtung „E“: Die elektronische Einzelnadel­auswahl funktioniert nun mit einem Einzelmagnet pro System. Die FLT 1, eine leistungsfähige Feinripp-Maschine mit Transferfunktion ist die erste Maschine, die mit der elektronischen Einzelnadelauswahl ausgestattet wird. Das bringt dem Kunden mehr Mustervielfalt, denn die elektronisch gesteuerte Musteranpassung geht damit enorm schnell von Statten. Wofür bisher eine Tagesarbeit notwendig war, braucht es nun gerade mal einen Knopfdruck. Zusätzliche Elektronik kommt in den neuen Maschinen in der Steuerung des Abzugs, der Steuerung der Fadenzuführung und der Kontrolle der Maschine zum Tragen.

Auf dem Weg zur ersten Relanit: Nicht nur relativ gesehen eine neue Ära

Da Peter Mayer um die zunehmende Bedeutung der Single-Sparte weiß, ist er immer auf der Suche nach neuen Ansätzen. Als er von einem Herrn Buck hört, der mit einer ganz neuen Technik Draht verstrickt – auf kleinen Rundstrickmaschinen von bis zu vier Zoll Durchmesser und für Filter verschiedenster Art – wird er neugierig und besucht den Herrn, gemeinsam mit dem Mayer & Cie. Ingenieur und Tüftler Ernst-Dieter Plath. Buck hat ein Verfahren entwickelt, bei dem sich Nadel und Platine aufeinander zu bewegen. Mayer und Plath erkennen das Potenzial des Verfahrens für ihr Geschäft zwar sofort, aber die drei Herren kommen nicht zusammen. Buck verkauft sein Patent vorerst an Memminger, dort erwirbt Peter Mayer einen Lizenzvertrag.
Nun kann Mayer & Cie. auf Bucks Basis selbst weiter entwickeln. Für Peter Mayer ist klar, dass er die Grundidee auf die Textilfertigung übertragen und eine entsprechende Rundstrickmaschine zum Laufen bringen kann – und muss. Durch die Relativbewegung halbiert sich der Weg, den der Faden zurücklegen muss. Daraus entstehen weniger Umlenkpunkte für das Garn, was wiederum für weniger Fehlerquellen sorgt. Eine mit dieser Technologie ausgestattete Maschine wird also schneller laufen und damit mehr Stoff produzieren können. 

Was anderen nicht glücken will, schafft das Entwicklerteam um Ernst-Dieter Plath bei Mayer & Cie. 1983: Der Prototyp einer Relanit, einer mit der Relativtechnologie ausgestatteten Single Jersey Maschine, wird auf der ITMA vorgestellt. 

1987, pünktlich zur ITMA in Paris, sind die ersten mit der Relativtechnologie ausgestatteten Maschinen, die Relanit IV und die Relanit I, dem Versuchsstadium entwachsen; sie sind serienreif. Bereits vor der ITMA werden sie auf einer zweitägigen Hausmesse präsentiert – und als Revolution in der Rundstricktechnologie gehandelt.

Der Schwarzwälder Bote vom 21. September 1987 spricht von einer „technischen Sensation“ mit der MCT „ein ganzes System auf den Kopf gestellt“ hat. Das Blatt schreibt: „Nach jahrelanger Entwicklungsarbeit ist es dem Tailfinger Unternehmen gelungen, eine Rundstrickmaschine zu konstruieren, die sowohl in Produktion, Geschwindigkeit und Garnschonung, als auch in der rigorosen Verminderung der Fehleranzahl in der Herstellung der Strickware eine neue Dimension erreicht.“ Die Relativtechnologie, deren Namen Mayer & Cie. geprägt hat, kann die Fehlerquote auf bis dahin unmögliche 20 Prozent senken. Auch Garne minderer Qualitäten verstrickt die Maschine zuverlässig bei einer gleichzeitig deutlich gesteigerten Leistung. Durch den verkürzten Weg des Fadens wird weniger Flaum eingestrickt.

Den Kunden verstehen

Auf der ITMA 1975 in Hannover wird einmal mehr klar, in welche Richtung der Markt in Zukunft laufen wird: Der Leistungsfähigkeit der Maschinen kommt immer mehr Bedeutung zu, es muss in möglichst kurzer Zeit möglichst viel produziert werden. Dazu sind leichtere Stoffe gefragt, der Single Jersey Bereich wird immer wichtiger. 

Die Menschen haben mehr Freizeit als früher, sie brauchen Kleidung außerhalb der Arbeit, um ihren Hobbies nachzugehen. Die Freizeitmode ist leger, T-Shirt, Polo-­Shirts und Sportmode sind gefragt. Flexibilität ist in jeder Hinsicht Trumpf, denn die Mode wird insgesamt zunehmend differenzierter und verlangt schnelle Muster- und Motivwechsel. Neue Möglichkeiten im Textildruck bringen auch neue Anforderungen hinsichtlich der Gestricke mit sich. Über allen Anforderungen steht der weiter zunehmende Preis- und Konkurrenzdruck der Stoffproduzenten. Darauf hat Mayer & Cie. in dieser Epoche wie immer mit einer variablen Produktpalette die richtige Antwort parat.

Leistungsfähig

Die FLT 1, eine leistungsfähige Feinripp-Maschine mit Transferfunktion, ist mit einer elektronischen Einzelnadelauswahl ausgestattet. Das bringt dem Kunden mehr Mustervielfalt, denn die elektronisch gesteuerte Musteranpassung  geht damit enorm schnell von Statten. Wofür bisher eine Tagesarbeit notwendig war, braucht es nun gerade mal einen Knopfdruck. Zusätzliche Elektronik kommt in den neuen Maschinen in der Steuerung des Abzugs, der Steuerung der Fadenzuführung und der Kontrolle der Maschine zum Tragen.

Schnell

Die IHLGII. Die leistungsfähige Interlock-Maschine mit 2,8 Systemen pro Zoll bietet Feinheiten bis zu E 40. Sie bringt es auf eine Arbeitsgeschwindigkeit von 1,4 Meter pro Sekunde und produziert das sogenannte Seidenjersey, ein sehr populäres und pflegeleichtes Material, das sich außerdem sehr gut bedrucken lässt. In Kombination mit dem Thermosublimations-Druckverfahren, bei dem bereits kleine Mettagen unterschiedlich bedruckt werden können, trifft diese Maschine genau die aktuellen Bedürfnisse. 

Günstig

Die Relanit I, eine leistungsfähige Single Jersey Maschine mit Relativtechnologie kann die Fehlerquote auf bis dahin unmögliche 20 Prozent senken. Auch Garne minderer Qualitäten verstrickt die Maschine zuverlässig bei einer gleichzeitigen deutlich gesteigerten Leistung. Durch den verkürzten Weg des Fadens wird weniger Flaum eingestrickt und damit eine bessere Qualität erreicht. 

Einzigartig

MCPE ist eine Maschine für farbig gemusterten Jacquard-Plüsch. Sie ist die erste Maschine überhaupt, die alle Farben im Produktionsvorgang des Stoffes, alle Henkelfarben, auf derselben Grundreihe herstellt. Ein Professor der Textilfachschule aus Reutlingen, der die ITMA besucht, will Peter Mayer zuerst gar nicht glauben, als dieser ihm von der MCPE erzählt. „Das ist doch technisch gar nicht möglich“, so die erste, jedoch schnell widerlegte Reaktion des Reutlinger Professors.

„Nur mit neuen Maschinen können wir die Qualität halten und kostengünstiger arbeiten.“

Peter Mayer

1971 ist Elektronik Chefsache

Bereits 1971 stellt Mayer & Cie. die ersten elektro­magnetischen Musterapparate, die entweder per Stecktafeleinheit oder per Plattenspeichereinheit gesteuert werden, her. Die vorgestellte Plattenspeichereinheit ist in der Lage, vier Maschinen zu steuern, die verschieden schnell laufen und unterschiedliche Muster stricken können. 

Die elektronische Steuerung von Mayer & Cie. in ihren zwei Ausführungen ist zwar nicht die erste auf dem Markt, hat aber der bereits bestehenden Lösung eines Konkurrenten eine ganz wichtige Eigenschaft voraus: Der MCT-Kunde ist mit seiner Steuerung unabhängig von Mayer & Cie., er kann seine Musterung im eigenen Haus durchführen. Das ist deswegen höchst außergewöhnlich, weil die bestehende Konkurrenzlösung die Kunden zwingt, für jedes gewünschte Muster ein Musterband beim Maschinenhersteller zu bestellen. Bis dieses dann hergestellt wird und beim Kunden ankommt, vergehen viele Tage. Die neue MCT-Lösung bietet dem gegenüber eine enorme Zeitersparnis und beschert den Kunden gleichzeitig eine bis dahin unbekannte Flexibilität in der Musterung. 

Unter der Leitung von Peter Mayer wird bei der Maschinenfabrik Spaichingen ein eigener Entwicklungsstab für elektronische Steuer- und Musterlösungen eingerichtet.

Maschinenkonstruktion

Peter Mayer bedient sich der Elektronik gern und oft, auch als Mittel zum Zweck. In der Maschinenkonstruktion führt er bereits in den frühen achtziger Jahren CAD-Arbeitsplätze ein. Der beste handelsübliche Computer hat gerade genug Rechenleistung für die Vernetzung von acht Arbeitsplätzen. Damit gibt sich Peter Mayer nicht zufrieden und macht sich auf die Suche nach etwas Passenderem. Er wird fündig: Ein Großrechner schafft die Vernetzung von 120 CAD-Arbeitsplätzen. Wenig später folgt die Einführung von SAP-Systemen, auch CNC-Maschinen finden ihren Weg in die Fertigung. Die Anlieferung dieses Großrechners fand in Tailfingen große Beachtung, musste er doch mit einem Schwerlasttransport auf einem Tieflader angeliefert werden.

Ein neues Standbein: Leiterplattenfertigung

Der Schrecken der Textilkrise der Siebziger sitzt tief.
Kaum verwunderlich, hat diese sich doch als die schwerste der Branche seit dem zweiten Weltkrieg erwiesen. Man will sich deshalb von der textilen Konjunktur unabhängiger machen, ein weiteres Standbein aufbauen. 1978 unterzeichnet Mayer & Cie. einen Vertrag mit dem Computerkonzern IBM. Inhalt ist die Herstellung von Leiterplatten für Computer am Standort Tailfingen, vorläufige Laufzeit vier Jahre. Das bedeutet sichere Jobs für 70 Mitarbeiter für die nächsten vier Jahre.  

Die Lohnfertigung für IBM läuft gut, aus der ursprünglich vereinbarten vierjährigen Zusammenarbeit wird eine Partnerschaft, die stetig an Volumen zunimmt. Bereits 1983 wird auf dem Firmengelände von MCT das ein millionste „Board“ für IBM hergestellt. Ein Jahr später sind in Tailfingen 170 Mitarbeiter in der Leiterplattenherstellung beschäftigt. Ab 1985 beginnt auch die Maschinenfabrik Spaichingen mit der Herstellung von Leiterplatten. Für die Qualität der Arbeit zeichnet IBM sowohl das Werk in Tailfingen als auch jenes in Spaichingen immer wieder aus.

Aus der Zusammenarbeit mit der IBM enstehen auch Synergieeffekte für die Elektronik-Entwicklung der Maschinen.

Die dritte Generation: Peter und Rainer Mayer

1971 verliert das Unternehmen seinen Seniorchef. Am 26. Dezember 1971 verstirbt Emil Mayer nach langer, schwerer Krankheit. Er wird nur 66 Jahre alt. 

Nach seinem Tode übernimmt die dritte Generation für das Unternehmen die Verantwortung. Ing. Peter Mayer ist bereits 1965 nach seinem Studium in das Unternehmen als Geschäftsführer eingetreten. Rainer Mayer tritt im Alter von 24 Jahren ins Unternehmen ein. Er unterstützt seinen Bruder Peter in der Leitung des Unternehmens. Im Januar 1973 wird Rainer Mayer zweiter Geschäftsführer neben Peter Mayer.

„Geholzt wird nur für einen guten Zweck.“

„Ein Herz für andere.“
So lassen sich die Wohltätigkeitsveranstaltungen der Firma und der Belegschaft Mayer & Cie. überschreiben. Wie es zu diesem Gedanken kam, klingt fast wie ein Märchen. Es war einmal ein Unternehmen, das in der Rezession arg gebeutelt wurde. Geschäftsleitung und Betriebsrat waren sich nicht spinne­feind. Doch jeder suchte nach einem Ventil um „Dampf“ abzulassen. Da kam Betriebsrat Kurt Merz auf die Idee, dies doch in einem Fußballspiel auszutragen. Geschäftsleitung mit „Anhang“ gegen den Betreibsrat. Alle waren damit einverstanden. Nur der Betriebsratsvorsitzende Ewald Gonser meint: „Wenn schon geholzt wird, dann in aller Öffentlichkeit und für Geld.“ Es herrscht Einigkeit und eitle Freude in Erwartung des Austragungstermins 1973. 

Dies ist die Geburtsstunde einer Reihe von Veranstaltungen, ohne die nicht nur die Firma Mayer & Cie., sondern auch die Stadt Tailfingen um eine soziale Tat ärmer wäre.

Auszug aus dem Jubiläumsband III, von Ewald Gonser


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